Berufsorientierung an der Gemeinschaftsschule
– Profil Motivation Zukunft

Die unterschiedliche Zusammensetzung der Schülerschaft an einer Gemeinschaftsschule, die daraus resultierenden Interessenlagen und nicht zuletzt die möglichen Bildungsabschlüsse in unterschiedlichen Klassenstufen verlangen nach einer Überarbeitung des bisherigen Konzepts. Mit dem Profil Motivation Zukunft versuchen wir das Berufswahlcurriculum im Sinne der Heterogenität an einer Gemeinschaftsschule zu erweitern.

Wie im Bildungsplan 2016 gefordert, ist es unser Ziel die Berufsorientierung früher als bislang im Unterricht zu integrieren, um die Schülerinnen und Schüler auf die Berufswahl vorzubereiten und das Thema anzubahnen. Hierzu werden bereits vor der Klassenstufe 8 Berufe vorgestellt oder wenn möglich erkundet. Diese Erkundungen werden in Klasse 8 mit Praktika intensiviert, um Jugendlichen, die einen Werkrealschulabschluss anstreben, einen guten Überblick zu verschaffen. Anforderungsprofile der einzelnen Berufsfelder werden in Zusammenarbeit mit den Lernbegleitern im Coaching mit den eigenen schulischen Fähigkeiten abgeglichen.

Ab der Klassenstufe 10 wird das Konzept konsequent um Studiengänge und akademische Berufe erweitert. Gerade auch Schüler, die das Abitur anstreben, benötigen eine individuelle Beratung, da sich die Zahl möglicher Berufswege mit der Hochschulreife deutlich erhöht.

Durch die Verzahnung von Berufsinformation, Praktika, schulischer Leistungsrückmeldung und beruflichen Anforderungsprofilen entsteht mehr Transparenz, Orientierung und somit eine erhöhte Motivation bei der Berufswahl. Im Umkehrschluss steigt aber die Bereitschaft zur schulischen Leistung, da Unterricht nicht mehr nur als etwas extrinsisch Motiviertes wahrgenommen wird, sondern als Gestaltungsmittel der eigenen Zukunft.

Berufsorientierung an der Gemeinschaftsschule: