Unser diesjähriges Theaterprojekt

Unser diesjähriges Theaterprojekt: „Wessen Wahrheit trägt Rot?“ – Eine Rotkäppchen-Adaption
 
Das Theaterprojekt startete dieses Mal mit einer ganz konkreten Idee: Die Theaterpädagogin Catharina Zukrigl vom Theaterhaus Stuttgart und die Hauptverantwortliche für die Theaterarbeit an der GMS, Marialena Weinmann, wollten gemeinsam mit den Schüler*innen ein Märchen neu schreiben – gerne düster, spannend und überraschend.
 
Bereits am ersten Tag meldeten sich 18 freiwillige Schüler*innen, begeistert von der Möglichkeit, eine bekannte Geschichte völlig neu zu erzählen und dabei ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Schnell war klar: Rotkäppchen sollte zu neuem Leben erweckt werden.
 
In den ersten Tagen veränderte sich die Besetzung noch einmal, bis sich schließlich 11 Schüler*innen aus den Klassen 8a, 8b, 8c und 9a der Herausforderung stellten, innerhalb von 14 Tagen eine völlig neue Rotkäppchen-Version auf die Bühne zu bringen.
 
Bei der Theaterpremiere am Freitag, den 24. April nahm ein bunt gemischtes Publikum in der Turnhalle Platz, um „das beste Publikum der Welt“ zu sein. Neben ausgewählten Schüler*innen, Lehrkräften und der Schulleitung war auch Frau Bauder von der Bauder-Stiftung Weilimdorf vor Ort. Die Stiftung engagiert sich unter anderem für soziale, kulturelle und bildungsbezogene Projekte und unterstützt junge Menschen in ihrer persönlichen Entwicklung.
 
Voller Adrenalin galt es nun, sich an Texte, Szenen, Abläufe und Requisiten zu erinnern. Gerade die Schüler*innen, die im Rahmen des Projekts zum ersten Mal Theaterluft schnupperten, konnten bei der Premiere eindrucksvoll zeigen, wie sehr sie über sich hinausgewachsen sind.
 
Obwohl die Entwicklung der Szenen und die Einigung auf eine finale Version von „Wessen Wahrheit trägt Rot?“ für alle Beteiligten viele Herausforderungen bereit hielt, wurde die Premiere ein voller Erfolg. Leidenschaftlich stürzten sich Figuren in den Tod, versteckten sich, deckten Intrigen auf und sorgten immer wieder genüsslich für Verwirrung.
 
Im Zeitalter von Fake News entschieden sich die Schüler*innen für eine Erzählform im Nachrichtenformat – mit Berichten, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Was ist wahr? Wem können wir glauben? Und wann halten wir etwas überhaupt für wahr? Diesen Fragen ging das Stück auf spannende und kreative Weise nach.
 
Bei der Elternvorstellung am Dienstag, den 12. Mai, um 19 Uhr in der Turnhalle konnten die Schüler*innen ihr Können erneut präsentieren und ihren Eltern zeigen, woran sie in den vergangenen Wochen gearbeitet haben.
 
Fotos: Ellen Asare-Vukicevic, Martin Kemeter, Marialena Weinmann
Bericht: Marialena Weinmann